Sonja Hilberger

Fighter Philipp Roman & Knut Winkmann

Fighter


Premiere: 13. September 2018
Compagnie de Comédie / muse work e.V.
eine mobile Jugendtheaterproduktion
Regie und Ausstattung: Sonja Hilberger
Es spielt: Peer Roggendorf

„Sieger! Fighter! Könnt ihr sein. Müsst ihr aber nicht. Eure Entscheidung.
Das Leben ist hart. Kriegst nichts geschenkt. Wenn du weich bist, verlierst du. Wenn du aufgibst, verlierst du. Wenn du Ausreden findest, verlierst du. Ist ok. Zwingt dich keiner, Sieger zu sein. Aber wenn du Sieger sein willst, wenn du oben sein willst, dann musst du brennen. Die meisten, die mit dem Fighten anfangen, taugen nix. Ist nicht weiter schlimm. Es braucht auch Verlierer. Die, die unten sind. Die Schwachen. Die Anderen. Die Masse.“

Immer auf Kampf gepolt, auf der Suche nach einem neuen Schüler, mit dem er es den anderen zeigen kann – das ist die archaische Welt des Trainers. Sami hat das Zeug zum Sieger. In ihm sieht der Trainer endlich den Fighter, den Kämpfer und beschließt, ihn an die Spitze zu bringen; gegen den Willen von Samis Vater und sogar gegen den eigenen Club. Sami kämpft. Gegen sich selbst und gegen Vorurteile – denn Sami ist schwul. Machtlos erfährt der Trainer, dass Sami erpresst wird und sieht hilflos zu, wie es schließlich zur Verzweiflungstat kommt.
Das Training der Zuschauer bildet die Rahmenhandlung des Stückes. In Rückblenden erinnert sich der Trainer an Samis steinigen, von Mobbing geprägten Weg hin zur eigenen Identität. Macht, Gewalt, Sinnkrise und Selbstfindung verbinden sich zur gemeinsamen Geschichte von Trainer und Schüler wobei so einige Klischees aufgebrochen werden.
Ein starkes Jugendstück über das Spiel mit Identitäten und Geschlechterrollen und die Überwindung von Vorurteilen.

compagnie-de-comedie.de/Fighter